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Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums

Eine Schatzkiste voller Raritäten

Besser als Sieglinde und Maren Bultmann es in ihrem Buch ‚Magerrasen und Heiden im Raum Kassel‘ beschreiben, kann man es kaum sagen:

"Die Magerrasen zählen zu den artenreichsten Pflanzengemeinschaften unserer Kulturlandschaft. Viele der Pflanzen können nur auf nährstoffarmen Böden gedeihen, sie verschwinden bei einer stärkeren Nährstoffversorgung, da dann wüchsigere Arten optimale Bedingungen erhalten und die konkurrenzschwächeren Raritäten der Magerrasen verdrängen.

Die Blütenpracht startet im zeitigen Frühjahr mit gelbblühenden Schlüsselblumen und rotvioletten Knabenkräutern und Ragwurzen, geht über die gelben Farbflecken des Hufeisenklees und Wundklees im Sommer hin zu den mehr violetten Farbtönen der Enziane, Flockenblumen und Skabiosen im Spätsommer bis Herbst."

(c) Fotos: Christiane Sasse

 

Knabenkräuter und Ragwurze

Das Dreizähnige Knabenkraut (Orchis tridentata) hat im Diemeltal seinen westlichsten Verbreitungsschwerpunkt. Genauso wie das Stattliche Knabenkraut (Orchis mascula) und das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) zählt es bei uns zu den häufigsten Orchideenarten, die ab Mai ihre rosa Blüten präsentieren. Unter den Ragwurzarten sind Fliegen-Ragwurze aber auch Bienen- und Hummel-Ragwurze vertreten, die mit ihren Blütenformen Insekten täuschend ähneln und so zur Bestäubung anlocken. Ab Juni ergänzen Mücken-Händelwurz und Rotbraune Stendelwurz, später die Herbst-Drehwurz das Sortiment. Ebenfalls seine westlichste Verbreitungsgrenze findet der Kreuzenzian (Gentiana cruciata) im Diemeltal. Er blüht ab Juli im kräftigen Enzianblau.

Der Duft der Kräuter

An warmen Sommertagen sind die Kalkmagerrasen von herrlichem Duft überzogen. Mitunter Thymian und Dost (Oregano) tragen mit ihrem unverwechselbaren Aroma dazu bei.

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