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Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums

Borgentreich – Die Orgelstadt

Im Osten der Warburger Börde mit ihrem fruchtbaren Ackerland, in der sogenannten ‚Borgentreicher Mulde‘ gelegen, bietet Borgentreichs Stadtgebiet eine weitgehend flach erstreckte ländliche Beschaulichkeit, die geradezu ideal ist für Radfahrer und für Wanderer.

Borgentreich wurde in den 1270er Jahren gleich als Stadt gegründet und gehörte zur territorialen Sicherung des Hochstifts Paderborn. Die Grenzsteine bei Manrode erinnern, wie nahe Hessen als nächster ‚Gegner‘ war. Zudem zog Borgentreich die Bauern von fast einem Dutzend umliegender Dörfer in die Sicherheit einer befestigten Stadt. Der Kirchturmstumpf von Emmerke zwischen Borgentreich und Bühne ist das Relikt eines solchen verschwundenen Dorfes. Als Hansemitglied unter Warburg blühte die Stadt im späten Mittelalter, bis Kriege und sechs verheerende Stadtbrände sie auf einen Tiefpunkt brachten, von dem sie sich dann im 19. Jahrhundert nur langsam erholte.

Die St. Johannes Pfarrkirche mitten in Borgentreich beherbergt heute die größte und bedeutendste historische Orgel Westfalens. Ihr reich verzierter barocker Prospekt fasziniert, mehr aber noch ihr Klang, der seit der 2011 abgeschlossenen Restaurierung wieder in regelmäßigen Konzerten zu hören ist. Gegenüber im ehemaligen Rathaus wurde 1980 das erste Orgelmuseum Deutschlands eröffnet, das eine eindringliche, vielfach auch tätig ‚mitmachende‘ Anschauung von der Königin der Instrumente verleiht. Diese Verbindung von Orgel und Orgelmuseum ist ein herausragendes Unikat in Europa. In Borgentreich findet sich zudem eine Nachbildung der Lourdes-Grotte, die ein beliebter Pilgerort in der Region ist.

Weitere Informationen: Website der Stadt Borgentreich

Die Informationstafel zum Diemeltaler Schmetterlings-Steig finden Sie in Körbecke, Einfahrt "Zur LIndenstätte" - bis zum Wald durchfahren.

 

(c) Fotos: Truedesign / Ruben Emme, Christiane Sasse (Buchenwald), Frank Grawe (Wanderer am Schwiemelstein Prallhang)

 

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